Laut Abzocker-Reisebüro-Tante müssen bei einem Besuch der Ostküste Australiens zwei Dinge unbedingt erledigt werden:
– Diving at the Great Barrier Reef – CHECK! und
– Doing the Whitsundays
Für alle, die ihre Reise-Bucket-List vervollständigen wollen: Anscheinend ist es auch wichtig, dass man diese Trips sofort bei der Ankunft in Australien bucht. Außerdem sollten es schon die teuersten Trips sein, sonst zahlt sich die Provision gar nicht aus. Wenn man dann noch teure Trips kombiniert, zahlt man – wenn man es mit dem MANAGER des Reisebüros zu tun hat – nur das zweikommachtfache statt dem dreifachen von Trips mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Falls ein Leser einen Work & Travel Trip plant: In Reisebüros wird auf Workshops gelehrt, Kunden die australische Nationalsüßigkeit Tim Tam anzubieten. So soll die aufdringliche, aggressive Vorgehensweise der Travelagents kompensiert werden. (Quelle: Wolfi’s Guide to Australia)
Auf der Fahrt zum zweiten Punkt der Must-Do-Liste übte Paavo wieder für die Australischen Weltmeisterschaften in seiner Lieblingsdisziplin.
Angekommen in Airlie Beach, verwechselten wir den Strand mit einer Oase in der Wüste.

Wolfi fand sofort den für ihn schönsten Platz der Stadt – in der WiFi Area des Hostels, mit Blick aufs Meer. Das erste mal kann er seiner größten Leidenschaft nachgehen und gleichzeitig Australien genießen.
In der neuen Homebase – einem Loft – konnten die Jungs ihre Internationalität feiern:
Thomas und Wolfi erklommen noch den höchsten Berg der Stadt in Flipflops.

Da Australier keine Distanzen abschätzen können, oder Meilen mit Kilometern verwechseln, oder wir einfach extrem unsportlich sind, mussten wir beim Abstieg schon um unsere Leben fürchten, da schon gegen 18 Uhr das komplette Tageslicht weg war und die Zeit nach Sonnenuntergang die Zeit für’s Australische Wildlife ist. Kleine Mücken, Asterln und Steine zum Zehenaufschlagen also. Wildlife ist relativ… Aber das war’s wert.




Da Thomas vom Fahren, der lebensgefährlichen Bergbesteigung und dem berauschenden “Abendessen” so geschlaucht war, entschied er sich gegen eine Bootsfahrt mit Blick auf einen atemberaubenden australischen Sunrise, und gegen die laut Reisebürokeilerin wichtigste Sache der Welt.

Die Whitsundays sind eine Inselgruppe rund um Whitsunday Island. Dort findet sich einer der angeblich schönsten Strände der Welt, wenn nicht der schönste im Universum. Sieht man sich nämlich die frisch von Discovery geschossenen Fotos von Pluto an, sieht man dort auf den ersten Blick auch keinen schöneren Strand.


Whitehaven Beach ist so schön, dass vermutlich schon unzählige Verliebte dort spontan geheiratet haben – auch Fremde, vor allem Fremde. Der weiße Siliciumsand, der durch einen Vulkanausbruch entstanden ist, ist so fein, dass man ihn nichteinmal mit freiem Auge sieht wenn er auf der Haut ist. Auch ein Wasserstrahl verfehlt die feinen Körner, jedes einzelne muss daher nach dem Strandbesuch mit einer Pinzette unter dem Biomikroskop entfernt werden. Vor allem aber, und daher der Name, ist der Sand einfach weiß.
Das allerschönste Erlebnis hatte Wolfi aber beim Anlegen am Ufer. Da er selbst keine Badehose mitgebracht hatte, konnte er das Angebot statt mit dem Boot das Ufer schwimmend zu erreichen vorerst nicht wahrnehmen. Allerdings wurde ihm dann von einem Mitreisenden aus Melbourne eine Sporthose zum Schwimmen angeboten – eine Hose die vorher auf der Bootsfahrt getragen wurde. They’re sharing their pants in Australia. Netter geht’s nicht mehr.
Einer von Wolfis wenigen Lebenstraumen ging in Erfüllung – ein weißer Beach. Tim Cook kam durch den so arg weißen Sand 17. Jahrhundert auf die Idee, Appleprodukte weiß zu gestalten.

Wir fühlten uns, als wäre das Goldeck und Nassfeld zum einem unglaublich wahnsinnig supertollen Skigebiet verschmolzen.
Wolfi musste also mit Psycho Paavo vorlieb nehmen, der das finnische Pendant zu Chrazy Chriz ist. Weil sich Wolfi mit Christoph überall auf der Welt wohl fühlt, konnte auch Whitehaven Beach uneingeschränkt genossen werden.
Zum ersten mal wurden aus nächster Nähe Haie gesichtet.
Der Hut ist selbst in Australien ein beliebtes Motiv für alle. Sogar ein Stein bat darum, dass ein Selfie von ihm mit aufgesetzten Hut gemacht wird. Einwände, dass ein Selfie per Definition von der abgebildeten Person geschossen werden muss, lies der Stein mangels Händen nicht gelten.
Am Abend gab’s dann das erste Kangaroosteak. Es schmeckt wie Rind, nur anders! Roos zu verspeisen, ist übrigens nicht wirklich populär in Australien. Warum auch immer.

Und morgen liegen 9 1/2 Stunden Autofahrt vor uns. And there’s still no AUX-Cable. -_-

But this is finished. Because we’re Finnish!





