Endlich war es so weit. Der einzig nachvollziebare Grund für den ganzen Trip, die einzig echte Stadt am roten Kontinenten, der einzige Ort mit Kultur wurde erreicht: Sydney [Sydni]
Die Rückkehr in die echte Zivilisation, wurde sogleich in Form von Bildern aufgesaugt



Am Abend wurde dann das Big-City-Life gefeiert, und mit Tasmaniern gebondet was während des Mitternachtsstnack und dann am nächsten Morgen nicht zu leugnen war.


Trotzdem konnte fleißig weitergesightseeingt werden! Zuerst alleine, über die Syndey Harbour Bridge, und dann in Begleitung von “I’m Free Tours Sydney“.




Vorm Besuch des IMAXes, wurden die wohl allerletzten verwackelten Nachtbilder mit Wolfis Samsung Galaxy S geschossen. #neverforgetSGS




Jurrasic World ist einer der besten Filme aller Zeiten, und unsere Blogger durften ihn im besten IMAX der Welt erleben. Wie viel Glück verdienen zwei einzelne Menschen noch?
Day 3
Dieser war wohl der genialste Tag überhaupst. Der Sydney Tower wurde mit dem Lift erklommen, die Aussicht genossen und zähes, kaltes, overcooked 38 Dollar Kangaroo im Restaurant erworben.


Thomas packte für die noble Kulisse sein am wenigsten mit Zahnpastaflecken übersätes Kleidungsstück aus. Zum ersten mal dachten Unbeteiligte, Wolfi wäre der mit dem big money, weil er zufällig ein geschenktes Hemd und eine geschenkte edle Hose angezogen hatte.

So war es auch Wolfi, der diesen Becher beim Kaffeekauf füllte.

Dem Pflichtstrand “Manly” wurde ebenfalls ein Besuch abgestattet. Am Weg dorthin gab es ein interessantes Zusammentreffen mit Urlaubern aus Boston, bzw. mit den Vorlagen für die Hauptdarsteller in Gilmoregirls. Nicht einmal Thomas kam in der “Unterhaltung” mit einer Harvard-Studentin mehr zum Wort.
So erreichte Thomas eingeschüchtert und Wolfi (wie immer) endlos amüsiert von anderen Menschen Manly Beach. Die massiven Unterschiede in der Mentalität von US-Amerikanern – die er ja bis dato als not well travelled nicht kannte, natürlich auch nicht aus Film und Fernsehen – zeigten Wolfi endlich seine unglaubliche Ignoranz gegenüber dem Rest der Welt auf. “De hom durt jo a gonz ondre Mentalität!”, sagte er, völlig baff, den restlichen Tag über die ganze Zeit. Endlich profitiert auch Wolfi charakterlich vom Reisen. Wird nun auch sein ultrabeschränkter Horizont irgendwann einmal um ein paar Tellerränder erweitert? Wahrscheinlich nicht!



Am Abend gab’s zurück in Sydney City in der Altstadt “The Rocks” im gar nicht stereotyp benannten “The Australian Hotel” Code of Arms Pizza. Eine Hälfte Kangaroo, eine Hälfte Emu, die Wappentiere Australiens. Dem Tipp der genialen Fremdenführerin bei der free walking tour musste einfach gefolgt werden. Nirgends sonst ist es erlaubt, alle Wappentiere eines Landes gemeinsam legal auf einer Pizza zu verspeisen. Und so sieht das ganze aus, die Emu-Seite ist mit Cherrytomaten markiert.

Wie schon erwähnt, schmeckt Kangaroo wie sportliches Rind. Emu hingegen schmeckt wie Ente, aber Ente mit einer ganz anderen Mentalität als zuhause. Krokodilpizza wurde auch verkostet, was wie Hühnchen aussieht und schmeckt wie Hühnchen auf Fisch-Diät. Sehr twisted, Thomas wird es wieder probieren, Wolfi nicht. So viel Weltoffenheit muss auch wieder nicht sein. If you open your mind too much, your brain will fall out.
Das Sensationelle am Abend war allerdings die neue Bekanntschaft, die während des Essens gemacht wurde. Weil der Milwaukee-er Erik den Fakt, dass die Wappentiere auf einer Pizza gegessen werden auch als so wahnsinnig lustig empfand, sprach er uns von der Seite an. Und weil Wolfi als angehender Profi-Sozialist – also weil ihm die Pizza schon zu kalt war und er schon zu satt war – sogleich ein Stück von der exotischen Emu-Hälfte mit dem Ami, der den Vogel bis jetzt noch nicht gegessen hatte, teilte, war aus dem dynamischen Duo sofort wieder ein triumphales Trio geworden.
So begann die Story vom Ärztesohn, dem Schwimmer und dem Ballettänzer und ihrer Abenteuer in Syndey. Wolfi betrieb weltbewegende Sozialwissenschaftsforschung und fand heraus, warum US-Amerikaner so ignorant gegenüber den Rest der Welt und anderen Kulturen sind, und warum sie keine Sprachen außer Englisch sprechen: Sie haben keine Zeit, weil sie ihre gesamten kognitiven Ressourcen investieren müssen, um im imperialen System zu rechnen. Wie groß ist mein Fuß? Wie groß ist Dein Fuß? Wie viele Eier passen da hinein? Endlich wäre auch das aufgeklärt. Die armen, missverstandenen Amerikaner… Vielleicht wollen sie in Wirklichkeit auch gar nicht mehr oil, sondern mehr democracy und freedom für die Welt. Weitere Studien werden auch das zeigen!
Vor der Verabschiedung und dem verlängertem Heimweg – die Central Station übersieht man beim Vorbeigehen echt leicht – wurde ein Date für den angeblich größten Fischmarkt der südlichen Hemisphäre ausgemacht. Ohne Handynummer, ohne Facebook, ohne alles – so müssen sich Aborigines heutzutage fühlen. Und somit wär’ das mit der politischen Korrektheit auch endlich erledigt!
Day 4
Am Weg zum größten Fischmarkt der Welt konnte Wolfi noch ein Foto mit einem seiner Traumautos machen lassen – Grün und kompakt!

Am Fischmarkt gab’s Fisch und dann Eis.



Das Sightseeing wurde auch komplettiert.

Am Abend gönnte man sich bei einem kleinen Pubcrawl ausnahmsweise ein/zwei Biere, allerdings gab’s dazwischen noch einen spontanen Theaterbesuch. Erik hatte ein ticket, und die Jungs wollten keine Minute mehr ohne ihn sein. “Love and Information” – “A unique and profound snapshot of our modern era from one of the world’s foremost living playwrights.” Alle waren sehr froh, durch Zufall das laut Kulturbanausen Wolfi most genius thing ever gesehen zu haben.
Beendet wurde der Australien-Trip in zwielichtigen Bars im Rotlicht- und Ausgehbezirk Kings Cross. Wolfi wollte kurz gar nicht mehr heim, allerdings erinnerte er sich eine Stunde später, nachdem zum zweiten mal an der Central Station vorbeigelaufen wurde, im miefenden Hostelzimmer wieder daran, wie sehr er das Reisen hasst, und alles war wieder beim Alten.

Um 11 Uhr vormittags machte sich Wolfi also auf den Weg. Wie man im Thumbnail sieht, freut sich Thomas schon sehr darauf, endlich zum ersten mal im Leben ganz alleine von zuhause weg zu sein. Der Blog wird als “Thomas allein in Wollongong fortgsetzt.”
Danke für die Aufmerksamkeit.
Very well done! 🙂
Thank’s!