Day 21 to 24 – Byron Bay, 500 miles, Newcastle

Die Kifferstadt Byron Bay ist für jeden Ostküstentouristen ein Punkt auf der Ostküstenbucketlist. Irgendein Festival fand zufälligerweise statt, aber den Australiern taugt’s total, weil sonst nie Bands kommen.

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Deshalb war das Hostel auch teurer, außerdem waren zwei bei denen wir Unterschlupf finden wollten schon ausgebucht. Aber dann hatten wir Glück, und fanden ein Hostel mit ganz super Zimmernachbarn.

Am ersten Abend gab’s die Paintparty im Club gegenüber.

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Dabei ging Wolfis blauer Hoodie verloren, der beste Hoodie den es je gab. Eine der Kellnerinnen hat ihn gestohlen!!! Die schöne gegend machte das allerdings wieder wett.

Byron Bay bay
Byron Bay bay

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Am östlichsten Punkt Australiens wurden endlich Wale gesichtet.

Wale?
Whales?
Ein Handymast, Wolfis Lieblingsobjekt in Australien
Ein Handymast, Wolfis Lieblingssehenswürdigkeit in Australien
Schönster Strand
Schönster Strand
Schönster Strand mit Wolfi
Schönster Strand mit Wolfi

Ganz toll ging der Versuch aus, am nächsten Tag Geld abheben zu wollen. Ein ATM der National Australian Bank entschied, trotz korrekt eingegebem PIN und keiner überschrittenen Limits, Wolfis Kreditkarte zu verschlucken. Die dazugehörige Bank war natürlich geschlossen, die Hotline fordert bei nichtaustralischen Kreditkarten auf, den Card issuer zu kontaktieren. Das wurde getan, 10 Euro Handyrechnung! Dieser konnte die Karte nur sperren, für eine Notfallkarte muss VISA kontaktiert werden.

Auch das wurde getan. Nach Auswahl von Deutsch als Sprache, durfte mit einer kreativ englischsprechenden Spanierien eine halbe Stunde über Notfallkarten geplaudert. Nachdem Name, Adresse und Telefonnummer buchstabiert wurden, und jeder Buchstabe mit einem Tiernamen oder ähnlichem bestätigt wurde, hatte die Sache vielleicht geklappt. Aber da die Gebühren beim Abheben mit der Notfallkarte nicht niedriger sind als Maestrogebühren, war die ganze Geschichte für die Fisch. Danke National Australian Bank.

Ein weiteres Highlight in Byron Bay waren die Latino-Mitbewohner im Zimmer. Vor der achtstündigen Autofahrt nach Newcastle, beschlossen diese um drei Uhr in der Früh betrunken ins Zimmer zu kommen, und das Licht aufzuschalten.

Auf die Frage, warum nun das Licht mittlerweile eine Stunde an sein musste, hieß es “Because we’re talking!” And they did. Ohne Rücksicht auf irgendwas oder irgendwen philosophierte man vermutlich über die tiefgreifendsten Themen die Südamerika beschäftigen.

Als endlich Ruhe war, läutete Plötzlich ein Handyalarm alle fünf Minuten. Die Mexikaner hatten nämlich beschlossen, um vier Uhr aufzustehen, um den Sonnenaufgang um 6:32 Uhr vom Leuchtturm aus zu sehen, mit einer Stunde Fußweg. Die restliche Zeit wäre wohl zur vorbereitung genutzt worden.

Wie auch immer, die Weckerstellerin hatte die Angewohnheit, betrunken beim Weckerstellen den Wecker alle fünf Minuten über zwei Stunden zu stellen. Am Aufstehen scheiterte sie die gesamte Zeit. Also war da einfach nur ein nervtötender Alarm, alle fünf Minuten. An Schlaf war kaum mehr zu denken, aber der Halbschlaf machte es uns nicht möglich, das Handy beim Fenster hinauszuschmeißen, außerdem hörte Wolfi etwas von wegen “I can’t turn it off, it’s broken.” Es stellte sich heraus, dass nur die Besitzerin etwas zu drunk war, und das Phone einwandfrei funktionierte.

Nach also ca. eineinhalb Stunden Schlaf stand Wolfi um 6 Uhr auf, um mit zwei supersympathischen Deutschen – welch ein Oxymoron – den Sonnenaufgang am östlichsten Punkt des australischen Festlandes zu sehen. Alle Probleme waren vergessen.

Sunrise
Sunrise
Lighthouse
Lighthouse
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“Woda”

Vor der Abreise we did the depressing inventory.

Alles, was von 60 Dollar Bier noch übrig ist
Alles, was nach zwei Abenden von 60 Dollar Bier noch übrig ist

The roadtrip – 500 miles

Endlich gab es einen richtigen Roadtrip. Mit eineinhalb bzw. drei Stunden Schlaf ging’s 634 km – großzügig gerundet umgerechnet 500 miles – nach Newcastle. Aber das Newcastle in Australien, sonst wären’s sicher 600 miles gewesen oder so.

Die Übermüdung, die Sekundenschläfe und die sekundenschlaffördernde monotone Musik liesen endlich echtes Roadtripfeeling aufkommen.

Kein Unfall konnte nur gebaut werden, weil es an einer Raststation 2x500ml “Mother”-Energydrink um nur 5 Dollar gab. Weil Wolfi billige Sachen, Energydrinks und wach Autofahren mag, schlug er zu. Danach war die Fahrt wieder ein Heidenspaß, nur der Harndrang war nach einem Liter Energydrink weniger lustig.


Just to be the man who listens 1000 times to the song

Hoffentlich kann sich Thomas jetzt nicht wieder an die Slap-bet erinnern!

Newcastle

Lange nach Sonnenuntergang, nach zirka neun Stunden Fahrt, angekommen in der 350 000 Einwohnerstadt Newcastle kamen wir in einem gemütlichen, persönlichen Hostel unter. Mit Hunden!!! Auch die Decken waren zum ersten mal echte Bettdecken, und nicht nur Sheets, die einem kaum vor den Stinkefüßen, die in der Vergangenheit in den Wolldecken eingepackt waren, schützen.

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Walkway on a hill
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“Skyline”
The hostel
The hostel
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Beach
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“Skyline”

Ach ja, und dann hat Wolfi seinen nächsten Hut verloren.

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Da hat’s Wolfis Hut weggeblasen

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Ohne Hut und ohne Geld ging’s weiter nach Syndey. Jetzt startet erst die Action, in der HAUPTSTADT Australiens.

Day 25 to 29 – Sydney

Endlich war es so weit. Der einzig nachvollziebare Grund für den ganzen Trip, die einzig echte Stadt am roten Kontinenten, der einzige Ort mit Kultur wurde erreicht: Sydney [Sydni]

Die Rückkehr in die echte Zivilisation, wurde sogleich in Form von Bildern aufgesaugt

Little Skyline
Little Skyline
THE IMAX
THE BIGGEST IMAX IN THE WORLD
Art
Art

Am Abend wurde dann das Big-City-Life gefeiert, und mit Tasmaniern gebondet was während des Mitternachtsstnack und dann am nächsten Morgen nicht zu leugnen war.

Mjam
Meatpie
Paty Paty
Paty Paty

Trotzdem konnte fleißig weitergesightseeingt werden! Zuerst alleine, über die Syndey Harbour Bridge, und dann in Begleitung von “I’m Free Tours Sydney“.

Opera
Opera
Sydney Tower
Sydney Tower
Oldest Cottage
Oldest Cottage
Architectural site
Architectural site

Vorm Besuch des IMAXes, wurden die wohl allerletzten verwackelten Nachtbilder mit Wolfis Samsung Galaxy S geschossen. #neverforgetSGS

Houses
Houses
Opera
Opera
Bridge
Bridge
Riesenrad
Riesenrad

Jurrasic World ist einer der besten Filme aller Zeiten, und unsere Blogger durften ihn im besten IMAX der Welt erleben. Wie viel Glück verdienen zwei einzelne Menschen noch?

Day 3

Dieser war wohl der genialste Tag überhaupst. Der Sydney Tower wurde mit dem Lift erklommen, die Aussicht genossen und zähes, kaltes, overcooked 38 Dollar Kangaroo im Restaurant erworben.

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View
38 Dollar
38 Dollar

Thomas packte für die noble Kulisse sein am wenigsten mit Zahnpastaflecken übersätes Kleidungsstück aus. Zum ersten mal dachten Unbeteiligte, Wolfi wäre der mit dem big money, weil er zufällig ein geschenktes Hemd und eine geschenkte edle Hose angezogen hatte.

Thomas suits up
Thomas suits up

So war es auch Wolfi, der diesen Becher beim Kaffeekauf füllte.

Tip jar
Tip jar

Dem Pflichtstrand “Manly” wurde ebenfalls ein Besuch abgestattet. Am Weg dorthin gab es ein interessantes Zusammentreffen mit Urlaubern aus Boston, bzw. mit den Vorlagen für die Hauptdarsteller in Gilmoregirls. Nicht einmal Thomas kam in der “Unterhaltung” mit einer Harvard-Studentin mehr zum Wort.

So erreichte Thomas eingeschüchtert und Wolfi (wie immer) endlos amüsiert von anderen Menschen Manly Beach. Die massiven Unterschiede in der Mentalität von US-Amerikanern – die er ja bis dato als not well travelled nicht kannte, natürlich auch nicht aus Film und Fernsehen – zeigten Wolfi endlich seine unglaubliche Ignoranz gegenüber dem Rest der Welt auf. “De hom durt jo a gonz ondre Mentalität!”, sagte er, völlig baff, den restlichen Tag über die ganze Zeit. Endlich profitiert auch Wolfi charakterlich vom Reisen. Wird nun auch sein ultrabeschränkter Horizont irgendwann einmal um ein paar Tellerränder erweitert? Wahrscheinlich nicht!

Manly
Manly
Only big pills that are hard  to swallow
Sells only big pills that are hard to swallow
Austrian beer in Australia
Austrian beer in Australia

Am Abend gab’s zurück in Sydney City in der Altstadt “The Rocks” im gar nicht stereotyp benannten “The Australian Hotel” Code of Arms Pizza. Eine Hälfte Kangaroo, eine Hälfte Emu, die Wappentiere Australiens. Dem Tipp der genialen Fremdenführerin bei der free walking tour musste einfach gefolgt werden. Nirgends sonst ist es erlaubt, alle Wappentiere eines Landes gemeinsam legal auf einer Pizza zu verspeisen. Und so sieht das ganze aus, die Emu-Seite ist mit Cherrytomaten markiert.

Emu-Kangaroo-Pizza
Emu-Kangaroo-Pizza

Wie schon erwähnt, schmeckt Kangaroo wie sportliches Rind. Emu hingegen schmeckt wie Ente, aber Ente mit einer ganz anderen Mentalität als zuhause. Krokodilpizza wurde auch verkostet, was wie Hühnchen aussieht und schmeckt wie Hühnchen auf Fisch-Diät. Sehr twisted, Thomas wird es wieder probieren, Wolfi nicht. So viel Weltoffenheit muss auch wieder nicht sein. If you open your mind too much, your brain will fall out.

Das Sensationelle am Abend war allerdings die neue Bekanntschaft, die während des Essens gemacht wurde. Weil der Milwaukee-er Erik den Fakt, dass die Wappentiere auf einer Pizza gegessen werden auch als so wahnsinnig lustig empfand, sprach er uns von der Seite an. Und weil Wolfi als angehender Profi-Sozialist – also weil ihm die Pizza schon zu kalt war und er schon zu satt war – sogleich ein Stück von der exotischen Emu-Hälfte mit dem Ami, der den Vogel bis jetzt noch nicht gegessen hatte, teilte, war aus dem dynamischen Duo sofort wieder ein triumphales Trio geworden.

So begann die Story vom Ärztesohn, dem Schwimmer und dem Ballettänzer und ihrer Abenteuer in Syndey. Wolfi betrieb weltbewegende Sozialwissenschaftsforschung und fand heraus, warum US-Amerikaner so ignorant gegenüber den Rest der Welt und anderen Kulturen sind, und warum sie keine Sprachen außer Englisch sprechen: Sie haben keine Zeit, weil sie ihre gesamten kognitiven Ressourcen investieren müssen, um im imperialen System zu rechnen. Wie groß ist mein Fuß? Wie groß ist Dein Fuß? Wie viele Eier passen da hinein? Endlich wäre auch das aufgeklärt. Die armen, missverstandenen Amerikaner… Vielleicht wollen sie in Wirklichkeit auch gar nicht mehr oil, sondern mehr democracy und freedom für die Welt. Weitere Studien werden auch das zeigen!

Vor der Verabschiedung und dem verlängertem Heimweg – die Central Station übersieht man beim Vorbeigehen echt leicht – wurde ein Date für den angeblich größten Fischmarkt der südlichen Hemisphäre ausgemacht. Ohne Handynummer, ohne Facebook, ohne alles – so müssen sich Aborigines heutzutage fühlen. Und somit wär’ das mit der politischen Korrektheit auch endlich erledigt!

Day 4

Am Weg zum größten Fischmarkt der Welt konnte Wolfi noch ein Foto mit einem seiner Traumautos machen lassen – Grün und kompakt!

Leider kein Ibiza
No ibiza 🙁

Am Fischmarkt gab’s Fisch und dann Eis.

Fisch
Fisch
Bubblegum icecream
Bubblegum icecream
"That's awful!" war das feedback an die Eisverkäuferin
“That’s awful!” war das feedback an die Eisverkäuferin

Das Sightseeing wurde auch komplettiert.

Nothing has changed
Nothing has changed

Am Abend gönnte man sich bei einem kleinen Pubcrawl ausnahmsweise ein/zwei Biere, allerdings gab’s dazwischen noch einen spontanen Theaterbesuch. Erik hatte ein ticket, und die Jungs wollten keine Minute mehr ohne ihn sein. “Love and Information” – “A unique and profound snapshot of our modern era from one of the world’s foremost living playwrights.” Alle waren sehr froh, durch Zufall das laut Kulturbanausen Wolfi most genius thing ever gesehen zu haben.

Beendet wurde der Australien-Trip in zwielichtigen Bars im Rotlicht- und Ausgehbezirk Kings Cross. Wolfi wollte kurz gar nicht mehr heim, allerdings erinnerte er sich eine Stunde später, nachdem zum zweiten mal an der Central Station vorbeigelaufen wurde, im miefenden Hostelzimmer wieder daran, wie sehr er das Reisen hasst, und alles war wieder beim Alten.

Fail
We haven’t even seen Sydney

Um 11 Uhr vormittags machte sich Wolfi also auf den Weg. Wie man im Thumbnail sieht, freut sich Thomas schon sehr darauf, endlich zum ersten mal im Leben ganz alleine von zuhause weg zu sein. Der Blog wird als “Thomas allein in Wollongong fortgsetzt.”

Danke für die Aufmerksamkeit.