Die Kifferstadt Byron Bay ist für jeden Ostküstentouristen ein Punkt auf der Ostküstenbucketlist. Irgendein Festival fand zufälligerweise statt, aber den Australiern taugt’s total, weil sonst nie Bands kommen.

Deshalb war das Hostel auch teurer, außerdem waren zwei bei denen wir Unterschlupf finden wollten schon ausgebucht. Aber dann hatten wir Glück, und fanden ein Hostel mit ganz super Zimmernachbarn.
Am ersten Abend gab’s die Paintparty im Club gegenüber.
Dabei ging Wolfis blauer Hoodie verloren, der beste Hoodie den es je gab. Eine der Kellnerinnen hat ihn gestohlen!!! Die schöne gegend machte das allerdings wieder wett.

Am östlichsten Punkt Australiens wurden endlich Wale gesichtet.




Ganz toll ging der Versuch aus, am nächsten Tag Geld abheben zu wollen. Ein ATM der National Australian Bank entschied, trotz korrekt eingegebem PIN und keiner überschrittenen Limits, Wolfis Kreditkarte zu verschlucken. Die dazugehörige Bank war natürlich geschlossen, die Hotline fordert bei nichtaustralischen Kreditkarten auf, den Card issuer zu kontaktieren. Das wurde getan, 10 Euro Handyrechnung! Dieser konnte die Karte nur sperren, für eine Notfallkarte muss VISA kontaktiert werden.
Auch das wurde getan. Nach Auswahl von Deutsch als Sprache, durfte mit einer kreativ englischsprechenden Spanierien eine halbe Stunde über Notfallkarten geplaudert. Nachdem Name, Adresse und Telefonnummer buchstabiert wurden, und jeder Buchstabe mit einem Tiernamen oder ähnlichem bestätigt wurde, hatte die Sache vielleicht geklappt. Aber da die Gebühren beim Abheben mit der Notfallkarte nicht niedriger sind als Maestrogebühren, war die ganze Geschichte für die Fisch. Danke National Australian Bank.
Ein weiteres Highlight in Byron Bay waren die Latino-Mitbewohner im Zimmer. Vor der achtstündigen Autofahrt nach Newcastle, beschlossen diese um drei Uhr in der Früh betrunken ins Zimmer zu kommen, und das Licht aufzuschalten.
Auf die Frage, warum nun das Licht mittlerweile eine Stunde an sein musste, hieß es “Because we’re talking!” And they did. Ohne Rücksicht auf irgendwas oder irgendwen philosophierte man vermutlich über die tiefgreifendsten Themen die Südamerika beschäftigen.
Als endlich Ruhe war, läutete Plötzlich ein Handyalarm alle fünf Minuten. Die Mexikaner hatten nämlich beschlossen, um vier Uhr aufzustehen, um den Sonnenaufgang um 6:32 Uhr vom Leuchtturm aus zu sehen, mit einer Stunde Fußweg. Die restliche Zeit wäre wohl zur vorbereitung genutzt worden.
Wie auch immer, die Weckerstellerin hatte die Angewohnheit, betrunken beim Weckerstellen den Wecker alle fünf Minuten über zwei Stunden zu stellen. Am Aufstehen scheiterte sie die gesamte Zeit. Also war da einfach nur ein nervtötender Alarm, alle fünf Minuten. An Schlaf war kaum mehr zu denken, aber der Halbschlaf machte es uns nicht möglich, das Handy beim Fenster hinauszuschmeißen, außerdem hörte Wolfi etwas von wegen “I can’t turn it off, it’s broken.” Es stellte sich heraus, dass nur die Besitzerin etwas zu drunk war, und das Phone einwandfrei funktionierte.
Nach also ca. eineinhalb Stunden Schlaf stand Wolfi um 6 Uhr auf, um mit zwei supersympathischen Deutschen – welch ein Oxymoron – den Sonnenaufgang am östlichsten Punkt des australischen Festlandes zu sehen. Alle Probleme waren vergessen.



Vor der Abreise we did the depressing inventory.

The roadtrip – 500 miles
Endlich gab es einen richtigen Roadtrip. Mit eineinhalb bzw. drei Stunden Schlaf ging’s 634 km – großzügig gerundet umgerechnet 500 miles – nach Newcastle. Aber das Newcastle in Australien, sonst wären’s sicher 600 miles gewesen oder so.
Die Übermüdung, die Sekundenschläfe und die sekundenschlaffördernde monotone Musik liesen endlich echtes Roadtripfeeling aufkommen.
Kein Unfall konnte nur gebaut werden, weil es an einer Raststation 2x500ml “Mother”-Energydrink um nur 5 Dollar gab. Weil Wolfi billige Sachen, Energydrinks und wach Autofahren mag, schlug er zu. Danach war die Fahrt wieder ein Heidenspaß, nur der Harndrang war nach einem Liter Energydrink weniger lustig.
Just to be the man who listens 1000 times to the song
Hoffentlich kann sich Thomas jetzt nicht wieder an die Slap-bet erinnern!
Newcastle
Lange nach Sonnenuntergang, nach zirka neun Stunden Fahrt, angekommen in der 350 000 Einwohnerstadt Newcastle kamen wir in einem gemütlichen, persönlichen Hostel unter. Mit Hunden!!! Auch die Decken waren zum ersten mal echte Bettdecken, und nicht nur Sheets, die einem kaum vor den Stinkefüßen, die in der Vergangenheit in den Wolldecken eingepackt waren, schützen.





Ach ja, und dann hat Wolfi seinen nächsten Hut verloren.


Ohne Hut und ohne Geld ging’s weiter nach Syndey. Jetzt startet erst die Action, in der HAUPTSTADT Australiens.






























